Programmname:
Business Improvement District (BID)
Programmlaufzeit:
01.11.2005 - 31.12.2008
Programmziele:
Ein BID, was soviel wie Geschäftsverbesserung eines Bereichs bedeutet, kommt aus den USA und hat seinen Ursprung in den 70er Jahren. Es umfasst einen klar definierten innerstädtischen Bereich, in Freiberg die Post- und Bahnhofstraße. Die Initiative geht von den vor Ort ansässigen Grundstückseigentümern und Gewerbetreibenden aus und wird durch sie unterstützt. Es werden Leistungen erbracht, die allen Anliegern des Bereiches zum Vorteil gereichen. Die Finanzierung erfolgt durch alle Nutznießer vor Ort.
Ziele des Programms sind:
- Existenzsicherung des ansässigen Gewerbes
- Anpassung an die Entwicklung der Gesamtstadt
- Anregung privater Sanierungstätigkeit
- Steigerung der Attraktivität des Bereiches
- Schaffung von Perspektiven für die Zukunft
Mit der Ausschreibung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit zur Beteiligung von Städten an Pilotprojekten im Jahre 2005 sollen für den Freistaat Sachsen die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen und deren mögliche Umsetzungen vorbereitet und geprüft werden. Die Stadt Freiberg hat sich mit einer Projektskizze zur Entwicklung der Post- und Bahnhofstraße an der Ausschreibung beteiligt und ist als eine von sechs Pilotstädten hervorgegangen.
Das Freiberger BID-Projekt untergliedert sich in 2 Phasen. In Phase I, die vom Projektstart im November 2005 bis Ende Dezember 2006 erstreckte, wurde der durchaus Erfolg versprechenden BID-Ansatz behutsam eingeführt. So galt es vorrangig in einer Reihe von vorbereitenden Maßnahmen, wie z.B. ersten Vorbesprechungen mit betroffenen Grundeigentümern, Gewerbetreibenden und Anwohnern, den betroffenen und beteiligten Akteuren die Ziele und die Aufgaben nahe zu bringen.
In der Phase II, welche von Januar 2007 bis Ende Dezember 2008 lief, lag der Schwerpunkt in der Umsetzung der Marketingkonzeption und der Begleitung baulicher Maßnahmen. Damit standen für die beiden Geschäftsstraßen der Bahnhofsvorstadt erstmals Mittel für Marketingmaßnahmen zur Verfügung. Die wichtigste Maßnahme des Marketingkonzeptes, das auf Wünschen und Anregungen der beteiligten Akteure basierte, war die Gestaltung eines neuen ausdrucksvollen Designs mit Schriftzug. Damit soll sowohl beiden Geschäftsstraßen als auch dem Stadtteil eine neue, unverwechselbare Identität gegeben werden. Darüber hinaus wurde die Öffentlichkeitsarbeit in der zweiten Phase nochmals verstärkt.
Eine Dresdner Agentur befasste sich seit Anfang 2008 intensiv damit, die beiden Geschäftsstraßen der Bahnhofsvorstadt im Vergleich mit denen der Altstadt eindeutig zu positionieren und so die positiven und Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. So ist unter anderem das neue Signet "Quartier B" entstanden, das die "Dachmarke" der Straßen werden soll und das von allen Beteiligten in Zukunft genutzt werden kann. In diesem Zuge wurde auch eine Werbestrategie erstellt.
Zielgruppe:
Alle Grundeigentümer und Gewerbetreibenden der Bahnhof- und Poststraße sowie der angrenzenden Straßen.